Dieser Oscar-Regisseur lehnte Star Wars 7 ab – stattdessen drehte er einen der größten Kino-Flops der 2010er

Bevor Spider-Man: Brand New Day vor wenigen Wochen der erfolgreichste Kinofilm aller Zeiten in den USA wurde, rangierte ein anderer Mega-Blockbuster an der Spitze der ewigen US-Kinocharts: Star Wars 7: Das Erwachen der Macht. Dieser markierte 2015 den Auftakt der sehnsüchtig erwarteten Sequel-Trilogie des Franchise und spielte allein in den Vereinigten Staaten laut Box Office Mojo über 936 Millionen US-Dollar ein (weltweit waren es sogar über 2 Milliarden).
Wer mit diesem Erfolg nichts zu tun hatte, war Brad Bird. Dabei hätte der einstige Pixar-Regisseur, der für seine Inszenierung der Animationsfilme Die Unglaublichen - The Incredibles und Ratatouille jeweils einen Oscar gewann, beinahe tatsächlich hinter der Kamera von Star Wars 7 gestanden. Er entschied sich jedoch dafür, ein anderes Projekt zu verwirklichen, das finanziell zu einer herben Enttäuschung wurde: A World Beyond.
Statt Star Wars 7: Regisseur Brad Bird landete mit Sci-Fi-Abenteuer A World Beyond einen Flop
Es ist eigentlich kein großes Geheimnis, dass Bird von Disney für den Star Wars 7-Regieposten ins Auge gefasst wurde. Immerhin hatte sich Bird 2011 mit Mission: Impossible 4 - Phantom Protokoll auch als Live-Action-Regisseur bewiesen. In einem Interview mit Gizmodo sprach er kürzlich über die genauen Gründe für das damals abgelehnte Angebot und den Entschluss für A World Beyond:
Es war einfach völlig surreal, aber ich hatte das Gefühl, dass [Star Wars 7] gedreht und ein riesiger Erfolg wird, ganz gleich, wer ihn machen würde. Und bei A World Beyond – die Leute können darüber lachen, was für ein Idiot ich war [...] – hatte ich das Gefühl, dass der Film vielleicht nicht zustande käme, wenn ich aussteigen würde, und er hatte es verdient, realisiert zu werden.
Bird war also vollkommen überzeugt von A World Beyond und investierte daher lieber Zeit und Herzblut in das Sci-Fi-Abenteuer, das auf einer Attraktion aus dem Disney-Themenpark basiert, als es für Star Wars 7 aufzugeben. In besagtem Interview räumte er aber zugleich ein, dass "der Film nicht so funktioniert hat, wie wir es uns gewünscht hatten".
Das lässt sich sowohl an den eher dürftigen Kritiken (49 Prozent bei Rotten Tomatoes ) als auch an den Einspielergebnissen messen: Wie Box Office Mojo aufschlüsselt, machte A World Beyond bei einem Budget von 190 Millionen US-Dollar lediglich 209 Millionen Umsatz. Die Vermarktungskosten dazugerechnet, ergab sich daraus ein dickes Minusgeschäft für Disney – trotz George Clooney als Cast-Zugpferd.
Was aus Star Wars 7, den schließlich J.J. Abrams drehte, in den Händen von Bird geworden wäre, bleibt unserer Fantasie überlassen.
- Auch interessant: George Lucas wollte 3 weitere Star Wars-Filme drehen
Nach 8 Jahren Pause: Brad Bird kehrt dieses Jahr mit neuem Sci-Fi-Film ins Kino zurück
Bird drehte nach der bitteren A World Beyond-Erfahrung zwar keinen weiteren Live-Action-Film mehr, landete drei Jahre später mit Die Unglaublichen 2 aber immerhin wieder einen Kino-Hit. Auf einen derartigen Erfolg hofft der Regisseur ebenso am Ende dieses Jahres mit Ray Gunn, seinem ersten Film seit acht Jahren.
Die animierte Sci-Fi-Detektivgeschichte ist ein Herzensprojekt von Bird und dreht sich um den titelgebenden Privatschnüffler, der in einer retrofuturistischen Welt in einem Mordfall ermittelt. Der Film startet hierzulande am 3. Dezember 2026 in den Kinos.
A World Beyond und Star Wars 7: Das Erwachen der Macht könnt ihr übrigens jeweils in der Abo-Flatrate von Disney+ streamen.
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